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FAQs

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Aufgaben des Bergsportfachverbandes

1. Was sind die Aufgaben des Bergsportfachverbandes (BFB) ? In Abgrenzung zur Sektion und dem Bundesverband des DAV?

Der Bersportfachverband Bayern (BFB) führt die im Leitbild des Deutschen Alpenvereins (DAV) verankerte Talentförderung auf Landesebene aus. Er ist ein Landesfachverband und auf Landesebene damit für das Thema Sport – und Wettkampfklettern sowie auch für das Skibergsteigen zuständig.

Eine Mitgliedschaft im Bergsportfachverband Bayern verschafft den Sektionen/Vereinen den Zugang zu staatlichen Fördermitteln des Landes (u.a. Vereinspauschale, Kletterhallenbau, Sport nach 1) und kommunalen Fördermitteln.

Zu seinen Aufgaben gehören:

  1. Talentsichtung und –förderung (d.h. unter anderem Veranstaltung von Bayerischen Vergleichswettkämpfen, Durchführung von Trainingsmaßnahmen auf regionaler Ebene über die Landesebene bis hin zum Übergang zum Nationalkader)
  2. Lizensierung und Nominierung der bayerischen Athleten für Deutsche Wettkämpfe (Quotenregelung auf Bundesebene erfordert eine Nominierungsregelung auf Landesebene)
  3. Zentrale Anreise/Übernachtung, Betreuung der bayerischen Athleten auf Deutschen Wettkämpfen
  4. Interessensvertretung der Sportart Klettern (und im weiteren Sinne auch des Skibergsteigens) im organisierten Sport in Bayern (Bayerischer Landessportverband = BLSV -> Bayerisches Innenministerium)
  5. Interessensvertretung der bayerischen Sektionen (deren Trainer und Athleten) im DAV Bundesverband in den Fragen des Sport- und Wettkampfkletterns
  6. Akquise von zusätzlichen Fördermitteln für die Sportart Klettern aus Töpfen des Bayerischen Innenministeriums 
  7. Unterstützung der in Bayern im Leistungssport engagierten Sektionen und deren Trainer (Trainertreffen, Trainerworkshops, fachliche Beratung z.B. bei der Trainingsplanung/-gestaltung)

 

Die Abgrenzung des BFB als Landesfachverband vom DAV, der die Bundesebene abdeckt, und den Sektionen, die sich lokal/vor Ort engagieren, lässt sich entsprechend ableiten. Wir geben Ihnen ein paar Beispiele/Auszüge im Bereich des Sport- und Wettkampfkletterns:

  1. Zuständigkeit/Aufgaben DAV Bundesverband = Bundeskader, Bundeswettkämpfe, Beschickung der internationalen Wettkämpfe inkl. Anreise/Betreuung der deutschen Athleten, Vertretung der Interessen in der Sportart Klettern u.a. im Deutschen Olympischen Sportbund, Deutschen Innenministerium, IFSC
  2. Zuständigkeit/Aufgaben der Sektionen: Sektionstrainingsgruppen, Betreiben einer Vereins-/Sektionskletterhalle, Beschickung der Bayerischen Qualifikationswettkämpfe inkl. Betreuung der eigenen Talente/Athleten, Vertretung Mitgliederinteressen u.a. im KVB, im DAV, in der Kommune vor Ort, im BLSV Kreistag u.v.m.

 

2. Ab welcher Qualifikationsstufe des Athleten springt der Bergsportfachverband ein (regionale, bayerische, deutsche, internationale Wettkämpfe)?

Der Wirkungsbereich des BFB beginnt auf der regionalen Ebene. Er organisiert in Zusammenarbeit mit den Sektionen regionale Qualifikationswettkämpfe zur Sichtung der Talente und schafft Angebote für den Erwerb der erforderlichen Kompetenzen in den Sektionen z.B. im Schiedsrichterwesen oder Ergebnisdienst.

Auf bayerischer Ebene veranstaltet der BFB die Bayerischen Meisterschaften sowie die Süddeutschen Meisterschaften (im Wechsel mit Baden-Württemberg), als Basis für weitere Nominierungsentscheidungen.

Im Rahmen der deutschen Wettkämpfe kümmert sich der BFB um eine sportlich gerechte Vergabe der beschränkten Startplätze, übernimmt die zentrale Meldung aller nominierten bayerischen Athleten und organisiert deren Anreise, Übernachtung und Betreuung durch den Landestrainer und einen Betreuertool vor Ort (Kosten werden zu hohem Anteil durch BFB übernommen).

 

3. Wer erteilt die Kletterlizenz ?
Muss man Mitglied im BFB sein, um eine Lizenz zu erhalten?
Wer ist Veranstalter der "DAV-Wettkämpfe"?

Der BFB bearbeitet den Antrag des Athleten und der zugehörigen Sektion, d.h. Prüfung auf Vollständigkeit, Aufnahme der Daten in die Athletendatenbank. Der DAV Bundesverband stellt die Kletterlizenz auf Antrag des Kletterfachverband Bayern an den Athleten aus.

Ab 1.1.2019 ist die Mitgliedschaft im BFB zwingende Voraussetzung für eine Beantragung und Ausstellung der Nationalen Kletterlizenz für bayerische Athleten.

Siehe weitere Infos dazu auf der BFB Startseite unter „Kletterlizenz beantragen“.

Veranstalter der DAV-Wettkämpfe ist der DAV Bundesverband.

 

4. Wie sieht die Förderung unserer Athleten aus (ideell (Training und Betreuung), finanziell (Übernahme von Trainingsgebühren, Startgeldern, Fahrtkosten und Übernachtungsgebühren)?

 

Ideell:

Der BFB bietet Trainings/Betreuung in derzeit vier Ausprägungen („Spielfeldern“) an, mit unterschiedlichen Voraussetzungen seitens der Athleten, siehe auch Trainings- und Wettkampfkalender:

 

  1. Offene Sichtungslehrgänge/Wettkampftrainings: offenes Angebot für alle interessierten Athleten unserer Mitgliedsvereine, keine Zugangsbeschränkung solange bis die maximale Teilnehmerzahl erreicht ist (dann Qualifizierung auf Basis der vorliegenden Wettkampfergebnisse). Das Ziel ist es, die Athleten optimal auf Wettkämpfe vorzubereiten und zugleich auch eine zusätzliche Vergleichsbasis (neben den Bayerischen Wettkämpfen) zu haben für weitere Nominierungsentscheidungen (Startplätze auf Dt. Wettkämpfen bzw. Arge Alp, Landeskader).

Verantwortlich: BFB Landestrainer

 

  1. Stützpunkttrainings: regionale Trainingsgruppen mit dem Ziel, die besten Athleten der Region (unabhängig von ihrer Sektionszugehörigkeit, rein nach Potential) möglichst ganzheitlich in allen drei Disziplinen zu fördern und  auch persönlich weiter zu entwickeln, damit sie – sofern motiviert - den Sprung in den Landeskader schaffen.

Verantwortlich: BFB Stützpunkttrainer sowie BFB Stützpunktkoordinator

 

  1. Team Bayern: Pool an Athleten, die sich auf Basis ihrer Ergebnisse auf bayerischen Qualifikationswettkämpfen und Sichtungslehrgängen für den Start auf Deutschen Wettkämpfen empfehlen ( = „nominiert“ sind). Sie werden von unserer Landestrainerin und jeweils drei bis vier weiteren Trainern auf den Wettkämpfen betreut und können die vom BFB zentral organisierte Anreise und Übernachtung vor Ort in Anspruch nehmen. Die Zusammensetzung der Athleten variiert innerhalb der Wettkampfsaison.

Verantwortlich: BFB Landestrainer + Trainerpool

 

  1. Bayerischer Landeskader: geschlossene Trainingsgruppe, die sich aus den wiederum besten Athleten der o.g. Pools zusammensetzt, die aus Landestrainersicht besonderes Potential haben, den Sprung in den Jugendnationalkader zu schaffen. Die Kaderathleten erhalten zentrale Trainingsmaßnahmen (Kaderlehrgänge, Kaderfahrten) und werden zusätzlich individuell betreut, d.h. sie erhalten einen Trainingsplan und der Landestrainer besucht sie regelmäßig in ihrem Training vor Ort.

Verantwortlich: BFB Landestrainer

 

Finanziell:

 

Der BFB besetzt und finanziert die Trainerstellen (Landestrainer und Co-Trainer, Stützpunkttrainer, Stützpunkttrainerkoordinator, Regionenbetreuer), sorgt für entsprechende Fortbildung und Weiterqualifizierung der eingesetzten Trainer, übernimmt die komplette Organisation aller o.g. Maßnahmen aus der Geschäftsstelle heraus inklusive der notwendigen Verwaltung (Teilnehmerlisten, Fördermittelabruf, Veröffentlichung/Ausschreibung von Lehrgängen u.v.m). Bei den Trainingslehrgängen werden vom KVB auch Eintritte/Hallenmiete, Übernachtungs- und Verpflegungskosten getragen, sofern diese anfallen.

 

Sportförderung per Landkreis und Kommune

1a. Die Sportförderung /Vereinspauschale erfolgt über den BLSV/Landratsamt.Muss ich dazu Mitglied im Kletterfachverband sein?

Die Sportförderung setzt die Zugehörigkeit im BLSV sowie zu mind. einem Fachsportverband in Bayern voraus. Siehe I. Teil A, Abs. 2 der Sportförderrichtlinien des Bayerischen Innenministeriums

1b. Wäre es auch möglich über einen anderen Verband förderfähig beim BLSV/LRA zu werden?

Eine Meldung des Vereins/der Sektion an den BLSV erfolgt grundsätzlich in den Sportarten, die regelmäßig, aktiv und nachweislich von den Mitgliedern betrieben werden. Siehe auch Bestandserhebung

Bezogen auf den DAV heißt das: einige Sektionen melden neben der Meldung an den BFB beispielsweise auch Mitglieder an die Fachverbände für Ski oder Kanu und leisten entsprechend an diese Verbände auch Beiträge.

Jedoch hat der BFB eine für DAV-Sektionen getroffene spezielle Regelung, die für die Sektionen die positive Folge hat, dass für die gemeldeten Kletterer keine Sportversicherung (ARAG) an den BLSV zu entrichten ist, da diese bereits über den DAV versichert sind. Entsprechend wird den Sektionen dieser Versicherungsbeitrag innerhalb der BLSV-Beitragsrechnung für Kletterer gutgeschrieben. In anderen Sportarten ist diese Sportversicherung zu entrichten.

Zusätzlich ist der politische Zusammenhang zu betrachten; die Größe und Bedeutung der Sportart Klettern in Bayern und innerhalb des BLSV basiert auf den im BLSV gemeldeten Kletterern. D.h. die Mitgliedschaft der Sektionen über die Sparte Klettern im BLSV trägt dazu bei, dass die Kompetenz im Klettern in der Hoheit des DAV bleibt.

1c Müssen die Meldungen an den BLSV und den Bergsportfachverband identisch sein

Die Meldung der im Klettern und in anderen Sportarten aktiven Mitglieder an den BLSV muss der Meldung an das Landratsamt entsprechen. Hier besteht ein unmittelbarer Zusammenhang.

 

2. Wie sieht das Förderkonzept / Unterstützung der Sektionen durch den Bergsportfachverband aus?

Der Förderung der Sektionen durch den BFB basiert hautpsächlich auf folgenden Tätigkeiten:

 

  1. Talentförderung mit Fokus auf den Nachwuchsathleten ab Jugend D (Alter 10/11) bis zum Übergang in den Jugendnationalkader bzw. Erreichen des 19. Lebensjahres
  2. Individuelle Betreuung der Athleten auf Dt. Wettkämpfen und in der Trainingsvorbereitung
  3. Zentrale Anlaufstelle für alle Fragen der bayerischen Sektionen, deren Athleten und Trainer rund um das Wettkampfsystem in Bayern und Deutschland
  4. Förderung des Aufbaus von Kompetenzen innerhalb der Sektionen im Bereich Training und Wettkämpfe (z.B. Trainertreffen, - fortbildungen, Juryassistentenlehrgänge u.ä.)
  5. Interessensvertretung in allen Belangen des Sport- und Wettkampfkletterns innerhalb BLSV, DAV und der bayer. Politik
  6. Akquise von Fördermitteln zur Weitergabe an die im Leistungssport engagierten Sektionen (z.B. Speedtrainingsgeräte, Bouldermattenersatz, Wettkampfequipment u.a.)
  7. Unterstützung im Bereich Schulsport (Bindeglied „Beisitzer für den Schulsport im Vorstand“)
  8. Aufbau eines Netzwerks im Leistungssport in Bayern (Duale Karriere u.a.)

 

3. Der BLSV erhebt bei seinen Beiträgen auch die Umlage VBG in Höhe von 0,20 €. Lt. BFB-Beitrittserklärung wird diese dort für Übungsleiter fällig. Sind diese im DAV nicht schon bei der VBG angemeldet / versichert?

Bei den Beiträgen an die Verwaltungsberufsgenossenschaft wird nach verschiedenen Personengruppen entschieden und entsprechend gestalten sich die Umlagen:

Angestellte einer Sektion: diesen Beitrag entrichtet die Sektion direkt an die VBG

Ehrenamtsträger

Dieser Beitrag wird vom DAV pauschal an die VBG entrichtet.

Per Definition: Seit 1.8.2006 genießen alle gewählten Ehrenamtsträger des Deutschen Alpenvereins, seiner Sektionen und Landesverbände, die in der jeweiligen Satzung

verankert sind, Versicherungsschutz über die gesetzliche Unfallversicherung im Rahmen ihrer Tätigkeit für die Sektion.

Freiwillige Helfer

Dieser Beitrag wird vom DAV pauschal an die VBG entrichtet.

Per Definition: Alle freiwilligen, unentgeltlich tätigen Helfer des DAV und seiner Sektionen, die sich bei Wegebau, Hüttenbau und Instandhaltungsarbeiten, bei Naturschutzmaßnahmen und bei sonstigen Bau- und Renovierungsarbeiten betätigen, genießen Versicherungsschutz über die VBG. Dabei ist es unerheblich, ob es sich bei den Helfern um Mitglieder oder Nichtmitglieder handelt. Entscheidend ist, dass sie unentgeltlich tätig sind, ihren Wohnsitz oder zumindest ihr Arbeitsverhältnis in Deutschland haben und die Zahlungen der Sozialabgaben ins deutsche Sozialnetz fließen. Dies gilt auch für Hütten in Österreich. Auch die Anfahrtswege zu den Einsatzgebieten sind versichert – auch wenn die Hütte in Österreich liegt.

Übungsleiter

Dieser Beitrag wird pauschal über den jeweiligen Landessportbund (in Bayern BLSV) an die VBG entrichtet und an die Mitgliedsvereine weiterberechnet in Höhe von ca. 0,20 Euro pro gemeldetes Mitglied.  

Hintergrund: Die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) hat über den DOSB mit allen Landessportbünden eine Rahmenvereinbarung für Übungsleiter getroffen, die alle Übungsleiter beinhaltet, deren Vergütung nicht über die steuerfreie Pauschale von jährlich 2.400 Euro hinausgeht.

Fachübungsleiter, die über die Verdienstgrenze von 2.400 Euro kommen und nicht als geringfügig Beschäftigte für eine Sektion tätig sind, können sich über eine freiwillige Mitgliedschaft bei der VBG versichern.